First Time, first Lauf…

…zumindest wenn es um die mythische Distanz von 42,195 Kilometern geht. Meine Anmeldung zum Commerzbank Marathon Frankfurt am 31.10.2010 ist Ende des letzten Monats beim Veranstalter eingegangen, und die Startgebühr von durchaus annehmbaren 60 Euro bereits unwiederbringlich vom Konto verschwunden. Der immensen Versuchung, bereits bei Anmeldung eines der stylischen Finisher-Funktionstrikots zu bestellen, habe ich widerstanden. Zu zahlreich sind die Möglichkeiten des Scheiterns, und auch wenn ich eigentlich davon ausgehe, mit entsprechender Vorbereitung und Disziplin die Strecke bewältigen zu können, und zudem aus meiner Zeit als nicht wirklich schlagfertiger Hobbyboxer in verschiedenen Vereinen ein gerütteltes Maß an physischer Leidensfähigkeit mitbringe, habe ich doch einen Heidenrespekt vor der doppelten Halbmarathondistanz. Die Vorstellung, bei km 27 aussteigen zu müssen und als desillusionierter, deprimierter und dehydrierter Zombie – passend zu Halloween – mit einer Taxe oder Öffis ins Ziel zu kommen, wo mich der Anblick meines bereits bezahlten und vom Umtausch ausgeschlossenen Hemdchens verhöhnt, ist gar zu schrecklich. Nun geht es also ans sprichwörtlich Eingemachte und daran, die gemütliche Wochenbilanz von round about 40 Laufkilometern auf Werte zwischen 60 und 80 zu steigern. Die erste Stufe habe ich bereits überschritten, und am kommenden Sonntag steht der erste lange Lauf über 30km mit einer Pace von 6.15/km mit dem Lauftreff von Spiridon Frankfurt auf dem Trainingskalender. Mal schaun – wenn der erste Marathon Lauf geschafft sein sollte, finde ich bestimmt einen traurigen Zombie im Zielgebiet, der nur zu gerne bereit ist, sein im Voraus gegen bessere Skepsis geordertes Finisher Longsleeve Größe L gegen einen Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises an mich abzutreten.